Sonntag, 4. April 2010

Frankfurt ist Main

Viele werden davon gehört und oder gelesen haben. Der Spaßklub des Nordens hat seine 5te Deutschlandtour gestartet. Zwar mit neuer Besetzung, aber dem gleichen Spaß an der Sache. Vorzustellen wären da Paga “Der kleine Teufel” aka das linke Ei Gottes, Craizy “Skelletor” das Schwert des lustigen, Locke The Black Fist of Beck´s und die Legende, der an allen DeutschlandTouren beteiligte Smart aka Regenbogengesicht aka Redakteur des Lebens.
Donnerstag, 18:00Uhr
Das Wetter stimmt, Launelevel 10, das Bier kalt, die Stimmung tanzt mit der Lust. Wir laden den Wagen mit dem wichtigsten für so einen Trip: Autokühlschrank, Bier, in eine Tüte gewickelter Sex, 3 ½ Männer und 4 Handys. Der Start ist ein sanfter, langsam fahren wir in die Sonne, deren Strahlen im hellen Bier brechen und goldenen Schimmer an die Wandinnenseiten des Wagens werfen. Unser Launelevel ist mittlerweile auf 20 gestiegen und hört nicht auf. Locke The Fist und ich sitzen hinten und trinken 2-3 Bier in der Minute. Sprechen zunehmend schneller und feuchter über Ernste Themen, witzige Geschichten von früher, Frauen, Paga´s Brumbärqualitäten und darüber wie schön die Welt ist, wenn man Freunde und Bier hat. Andere werden behaupten das auch nur Bier reicht, die sitzen aber wahrscheinlich gerade mit ihrem Internethandy unter einer Brücke mit Nadel im Arm und lesen diesen Blog. Wiederum andere sagen das nur Freunde reichen würden. Die verbringen aber ihren Urlaub auf einem Berg, der mehr Geheimnise birgt, als das Bett einer alten und müden Nutte. Die gute Mischung macht es halt.
Mittlerweile ist es 19 - 20 Uhr. Wir klappern die Autobahn-Raststätten ab um Spaß zu verschenken und anderen Leuten den Tag zu versüßen. Außer dieser Frau, die 5 Meter vor uns die Hose runterlässt um ihr Geschäft zu erledigen!! Was sollte das? Kranke Sache! Davon lassen wir uns aber nicht beeindrucken und setzten uns mit heruntergelassener Hose neben das Auto der “Frau” und singen Kriegslieder.
Weiter kann ich mich nur noch an die Ankunft erinnern, die äußerst geil war. Wir gerade mit einem Bein drin, so kommt auch schon der nette französische Freund von Crazy mit Gläsern, Wodka und Bier auf uns zu, um schnell noch betrunken zu werden, bevor er die lange Reise nach Bentheim antritt. Frauentausch praktisch! Nächste Runde also, Launelevel auf 70.
Zeitsprung. Es ist 3 - 5 Uhr, als Crazy und ich die Wohnung verlassen um die Kaiserstraße zu Unterhalten, welche als Reeperbahn Frankfurts bezeichnet wird. Locke und Paga sind angeschlagen und in der Wohnung zurückgeblieben zurückgeblieben. Diesen Krieg bestreiten wir beide alleine.
Nutten so weit das Teleobjektiv reicht. Sie sind überall, an jeder Ecke, an jedem Punkt, die Straßen scheinen damit gepflastert zu sein, die Wände damit gestrichen. Der Geruch von dreckigem Sex liegt in der Luft und füllt unsere jungfräulichen Lungenflügel mit dieser Mischung aus Schweiß, Rauch, Angst, und Frust. Das an jeder Tür breite Bodyguards stehen und versuchen einen in den jeweiligen Klub zu locken, muss ich ja nicht dazusagen?! Einer davon erwischt Crazy und versucht ihn reinzuzerren, hat auch kein Problem damit da Crazy sich nicht im geringsten wert. Meine hoch angesehene Person wagt keinen Schritt in die Höhle des bösen. Aber nicht aus Angst, viel mehr aus Hass und Wut auf solch Orte. Crazy hält es auch nicht lange in diesem dreckigen Stripklub, da er schon nach 2 Minuten wieder da ist, weil der Türsteher anscheinend der einzige Stripper ist. Wir drehen noch 1 Runde und verziehen uns in die Wohnung.
Der nächste Morgen ist schwer zu beschreiben. Vergewaltigung liegt in der Luft, depressive Stimmung, Müdigkeit aka Koma aka der Tot einer Prostituierten. So irgendwie… Die ersten Laufversuche gleichen einem Einbeinigen, betrunkenen Taubstummen. Und so sehen wir auch aus, als 1 Stunde später an der McDonalds Kasse in Mitten Frankfurts stehen. Der dickste McDonaldsmitarbeiter der ganzen Welt scheint uns zu bedienen, der zugleich der frechste ist. Alles ist wie unter Wasser, verschwommen, von stummen Lauten getragene Geräuschkulisse. Nur mit dem guten alten Zeigefinger läuft die Verständigung perfekt und ermöglicht uns ein tolles und stärkendes Frühstück mit Rührei und Orangensaft. Ich liebe solche Momente, weil sie durch und durch echt sind. Die Sonne ist heiß, der Alkoholpegel sinkt, wir reden und lachen als würde uns die Welt gehören. Jeder der vorbeiläuft wird mit einem grinsen versehen, praktisch einem Stempel der anderen Zeigt das wir da waren.
Den Rest des Tages gestalten wir mit fröhlichen Wanderungen, essen Steaks zum Preis von G-Star Hosen, kaufen bergeweise Klamotten, besteigen den MainTower, schießen Fotos und und und.
Das Leben ist ein Ponyhof!!
Viel mehr kann ich aber auch nicht sagen, da Momentkomik schwer aufs Blatt zu bringen ist und wie der Name schon verrät meist nur in diesem Moment komisch ist. Zu erwähnen wäre vielleicht noch das Locke auf dem Rückweg das Navi einstellte und wir schon nach 10 Minuten angekommen waren… An der Schüttorfer Straße in Frankfurt :-)

Kuss, Sergej.